Lass die Kette glühen!

Der 29. Februar ist ein besonderer Tag. Ihn gibt es nur alle vier Jahre. Das soll aber nicht unser Thema sein. Wer hierzu Näheres wissen möchte, frage seine Alexa oder lese es nach. An selbigen Tag hatten  die Ruderriege des Ratsgymnasiums und der Osnabrücker Ruderverein zum Ergowettkampf eingeladen. Über 450 Athleten aus Osnabrück, ganz Niedersachsen und aus Minden (NRW) waren der Einladung in die Schlosswallhalle gefolgt.  

Wie in den vergangenen Jahren auch konnten wir packende Rennen, spannende Staffeln und eine tolle Stimmung erwarten! Ein sicherlich sehenswertes Spektakel, dass man sich auch als Nichtruderer nicht entgehen lassen sollte!

Früh morgens um halb neun trudelten die ersten Wettkämpfer ein. In der Halle ließ der DJ den Bass brummen und verhieß gute Stimmung. 

Noch schnell warm fahren und los ging´s in die Halle. Hier erwartete Sportler und  Besucher ein buntes Programm. Auf 20 Ruderergometern maßen sich hier die Sportler über unterschiedliche Distanzen.

Hier nur einige Highlights:

Im Talente-Cup des Landesruderverbandes für die Jahrgänge 2004 bis 2009 wurden erste Rennerfahrungen gesammelt und die Kette am Ergometer vorgewärmt. Richtig zur Sache ging es dann bei den A-, B- und den Senioren, die die Kette zum Glühen brachten.  Bei super Stimmung und unter lautstarker Unterstützung von Trainern und Publikum wurden die Landesmeister ermittelt.

Aber das war noch nicht alles. In der großen Halle probierten sich die Ruderer am runden Sportgerät. Zum Ausgleich gab es ein Fußball- und Volleyball- Turnier, bei dem der ein oder andere weitere Talente zeigte.

Absoluter Höhepunkt aber waren die Staffeln am Nachmittag. Hier gaben die Athleten nochmal alles. Aber auch das Publikum übte sich nicht in Zurückhaltung, sondern feuerte seine Favoriten an. 

Kein Wettbewerb ohne Preise. Neben der Ehre gab es für die Sieger Medaillen, T-Shirts und für die stolzen Landesmeister Gutscheine der Firma New Wave.

Am Ende des Tages bleibt das Fazit: Rudersport begeistert alle! 

Der Ergowettkampf am 29. Februar lieferte wieder den eindrucksvollen Beweis. 

Eine gelungene Veranstaltung mit hoch motivierten Teilnehmern, spannungsgeladenen Rennen und vielen neuen Bestzeiten. 

Glückwünsche an alle Teilnehmer!

(Veröffentlicht am 01.03.2020 auf der Website des Ratsgymnasiums Osnabrück; Bild, Text und Video: Claus Adelski)

Simon als frisch gebackener Deutscher-Indoor-Rowing-Meisterr

Gold und Silber auf den Deutschen Meisterschaften im Indoor-Rowing!

Am 02.02.2020 ist es wieder so weit: die 24. Deutsche Meisterschaft im Indoor-Rwoing in Halle des Theodor-Heuss Gymnasiums in Essen Kettwig startet pünktlich um 9.00 Uhr.

Im ersten Rennen, dem Rennen der B-Juniorinnen (15/16-Jährige), über 1500 Meter sind gleich zwei Schülerinnen des Ratsgymnasiums vertreten. Lotte Arndt und Fleur Wohlschläger wollen sich der Herausforderung stellen und ihren Platz bei den deutschen Meisterschaften im Ergometerfahren ausloten.

Am Ende der Vorläufe steht fest: Fleur ist mit Platz 16 unter den Top 20; Lotte Arndt findet sich auf Platz 21 wieder. „Eine tolle Leistung in diesem Teilnehmerfeld von Lotte und Fleur“, finden die mitgereisten Trainerinnen Jacqueline Zimmer und Alina Wichmann.

Gegen Mittag starten dann die Rennen der jüngeren Teilnehmer. Im Rennen der 14-jährigen gehen Leo Große Beilage, Magnus Wurth und Benedikt Knillmann zum ersten Mal in Kettwig an den Start. Sie belegen in einem großen und starken Teilnehmerfeld mit 42 Startern am Ende der 1000 Meter die Plätze 26, 23 und 14.

Ihr Mannschaftskollege Robert Lindemann startet über 1000 Meter in der Klasse der 13-Jährigen. Bis kurz vor Ende des Rennens führt Robert vor dem Sportler vom Ruderverein aus Düsseldorf. Im Endspurt hat der Düsseldorfer die etwas größeren Kraftreserven und zieht an Robert vorbei.

Herzlichen Glückwunsch zur Silbermedaille, Robert!

Damit steht fest: Robert Lindemann ist deutscher Vizemeister im Indoor-Rowing!

Herzlichen Glückwunsch an Robert und Jonas Kroke und Philipp Bischoff, die Trainer der 13/14-Jährigen Jungen, die ihn bei seinem Erfolg krankheitsbedingt nicht begleiten konnten.

Bereits am Vormittag zeigt Simon Große Beilage im Rennen der B-Junioren seine starke Form. Mit nur 1,2 Sekunden Rückstand auf den Führenden belegt Simon nach den Vorläufen den 4. Platz und zieht damit in das Finale ein.

Im Finale lässt Simon keine Zweifel aufkommen: Ich will gewinnen! Das zeigt er von Beginn an. Bereits nach dem Start liegt er in Führung und lässt sich diese auch nicht mehr nehmen.

Mit einer Zeit von 4.40,2 über 1500 Meter sichert er sich den deutschen Meistertitel mit 1,4 bzw. 2,4 Sekunden vor den Athleten der Rudervereine aus Rostock und Datteln.

Seine Trainingsgruppe und seine Trainer Conrad Felsner und Konstantin Klar sind von Simons Leistung beeindruckt: „Simon ist auf dem Ruderergometer richtig schnell, das wusste ich. Aber dass er eine solche Power abrufen kann und es für den Deutschen Meistertitel reicht, war mir nicht klar. Super Leistung – Herzlichen Glückwunsch“, so Trainer Conrad Felsner.

Am 02.02.2020 ist es wieder so weit: die 24. Deutsche Meisterschaft im Indoor-Rwoing in Halle des Theodor-Heuss Gymnasiums in Essen Kettwig startet pünktlich um 9.00 Uhr.

Im ersten Rennen, dem Rennen der B-Juniorinnen (15/16-Jährige), über 1500 Meter sind gleich zwei Schülerinnen des Ratsgymnasiums vertreten. Lotte Arndt und Fleur Wohlschläger wollen sich der Herausforderung stellen und ihren Platz bei den deutschen Meisterschaften im Ergometerfahren ausloten.

Am Ende der Vorläufe steht fest: Fleur ist mit Platz 16 unter den Top 20; Lotte Arndt findet sich auf Platz 21 wieder. „Eine tolle Leistung in diesem Teilnehmerfeld von Lotte und Fleur“, finden die mitgereisten Trainerinnen Jacqueline Zimmer und Alina Wichmann.

Gegen Mittag starten dann die Rennen der jüngeren Teilnehmer. Im Rennen der 14-jährigen gehen Leo Große Beilage, Magnus Wurth und Benedikt Knillmann zum ersten Mal in Kettwig an den Start. Sie belegen in einem großen und starken Teilnehmerfeld mit 42 Startern am Ende der 1000 Meter die Plätze 26, 23 und 14.

Ihr Mannschaftskollege Robert Lindemann startet über 1000 Meter in der Klasse der 13-Jährigen. Bis kurz vor Ende des Rennens führt Robert vor dem Sportler vom Ruderverein aus Düsseldorf. Im Endspurt hat der Düsseldorfer die etwas größeren Kraftreserven und zieht an Robert vorbei.

Damit steht fest: Robert Lindemann ist deutscher Vizemeister im Indoor-Rowing!

Herzlichen Glückwunsch an Robert und Jonas Kroke und Philipp Bischoff, die Trainer der 13/14-Jährigen Jungen, die ihn bei seinem Erfolg krankheitsbedingt nicht begleiten konnten.

Bereits am Vormittag zeigt Simon Große Beilage im Rennen der B-Junioren seine starke Form. Mit nur 1,2 Sekunden Rückstand auf den Führenden belegt Simon nach den Vorläufen den 4. Platz und zieht damit in das Finale ein.

Im Finale lässt Simon keine Zweifel aufkommen: Ich will gewinnen! Das zeigt er von Beginn an. Bereits nach dem Start liegt er in Führung und lässt sich diese auch nicht mehr nehmen.

Mit einer Zeit von 4.40,2 über 1500 Meter sichert er sich den deutschen Meistertitel mit 1,4 bzw. 2,4 Sekunden vor den Athleten der Rudervereine aus Rostock und Datteln.

Seine Trainingsgruppe und seine Trainer Conrad Felsner und Konstantin Klar sind von Simons Leistung beeindruckt: „Simon ist auf dem Ruderergometer richtig schnell, das wusste ich. Aber dass er eine solche Power abrufen kann und es für den Deutschen Meistertitel reicht, war mir nicht klar. Super Leistung – Herzlichen Glückwunsch“, so Trainer Conrad Felsner.

Vielen Dank und herzlichen Glückwunsch auch an die Trainer. Ohne euch wären diese Leistungen eurer Athleten nicht möglich!

(Veröffentlicht im Februar 2020 auf der Website des Ratsgymnasiums Osnabrück)

Edelmetall für Ruderer des Ratsgymnasiums in Berlin!

Am Ende einer anstrengenden Saison wurden die Strapazen und Mühen für vier Jungen und ihre Steuerfrau in Berlin im Riemen-Gig-Vierer mit Bronze belohnt.

Zurück zu den Anfängen der Saison: Wie in jedem Jahr beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison bereits im Herbst in einer Trainingsgruppe, die sich mit dem Achter für das Bundesfinale in Berlin qualifizieren möchte.

Der Umbruch in diesem Herbst war besonders gravierend. Viele erfahrene Leistungsträger der letzten Saison mussten altersbedingt das Flaggschiff im Jungenrudern, den Achter, verlassen, sodass von 8 Bootsplätzen 6 neu besetzt werden mussten. Zudem musste ein neuer Steuermann bzw. eine neue Steuerfrau gefunden werden. Aber nicht nur im Boot gab es Umbrüche, die Trainerbank galt es ebenfalls neu zu besetzten.

Der richtige erste Test und das erste Kräftemessen mit Ruderern anderer Schule findet für die Jungs und Mädchen der Ruderriege immer Ende Februar beim Ergometerwettkampf des Ratsgymnasiums statt. Hier zeigte sich, dass die beiden neuen Regisseure Konstantin Klar und Conrad Felsner ganze Arbeit mit ihren „Jungs“ geleistet haben. Daniel Roloff und Mats Hegner konnten auf dem Ergometer über 2000 Meter alle bzw. fast alle Athleten des starken Achters vom Carolinum Osnabrück hinter sich lassen. Im Rennen über 1500 Meter kam keiner an Simon Große Beilage und Alexander Tautz vorbei.

Auch die folgenden Wochen waren sowohl auf dem Ruderergometer, der Hantelbank oder auf dem Wasser von Fleiß, Zuverlässigkeit und Teamgeist geprägt.

Der Vergleich mit anderen Achtern auf dem Wasser erfolgte in diesem Jahr allerdings sehr spät. Die Regatta in Bramsche Anfang Mai fiel aus, sodass Wettkampferfahrung für das junge Team hier leider nicht mitzunehmen war.

Beim Sparring auf dem Osnabrücker Stichkanal zeigten die „Jungs“ des Rats, dass sie flott unterwegs sind und immer die Nase etwas vor der „blauen Konkurrenz“ hatten.

Die Konkurrenz schlief aber nicht. Auch hier wurde gearbeitet und so konnte man auf der Schülerregatta in Kassel zwei packende Kopf-an-Kopf Rennen sehen. Über 1000 Meter war der Achter vom Ratsgymnasium mit gut einer halben Sekunde Vorsprung der glückliche Gewinner. Im Rennen über 500 Meter lagen die Ratsgymnasiasten einen halben Meter hinter der Carolingern.

Der Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ in Niedersachsen 14 Tage nach der Regatta in Kassel versprach im Jungen-Achter ein Thriller zu werden. Leider wurde der Achter aus organisatorischen Gründen erst am Dienstag – ohne Publikum – ausgefahren.

Bereits am Montag des Landesentscheides gewann ein Teil der Achter-Crew im Riemen-Vierer mit einer souveränen Vorstellung und über sechs Sekunden Vorsprung vor den Mannschaften des Carolinums Osnabrück und der Angelaschule Osnabrück. Die Mannschaft des Vierers mit Marcel Krause, Daniel Roloff, Mats Hegner und Joscha Albert sowie Steuerfrau Lotte Goerke qualifizierten sich mit dieser starken Leistung für das Bundesfinale in dieser Bootsklasse.

Am Dienstagmorgen dann das Finale der Jungen-Achter. Der „Rats-Achter“ mit Marcel Krause, Daniel Roloff, Mats Hegner, Joscha Albert, Louis Hehemann, Lukas Schwanke, Simon Große Beilage, Philipp Böhme und Steuerfrau Lotte Goerke musste sich leider in dem erwartet packenden Rennen mit weniger als einer Sekunde Rückstand der Mannschaft des Carolinums geschlagen geben. Mit über 10 Sekunden Abstand folge der Rest des Feldes.

Beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin Ende September findet zeitgleich auch der Schüler-Achter-Cup statt. Das Ratsgymnasium reiste mit zwei Mannschaften an: mit der für das Bundesfinale qualifizierten Vierer-Mannschaft bestehend aus Marcel Krause, Daniel Roloff, Mats Hegner und Joscha Albert sowie Steuerfrau Lotte Goerke und mit dem Achter in der neben dem bereist erwähnten Vierer noch Louis Hehemann, Lukas Schwanke, Simon Große Beilage und Philipp Böhme ruderten.

Nach der Anreise und dem traditionellen Empfang am Sonntag in der Niedersächsischen Landesvertretung und der Vorstellung der teilnehmenden Mannschaften aus Niedersachsen, ging es am Montagmorgen zum Berliner Olympiastation zum Festakt des 50jährigen Bestehens von „Jugend trainiert für Olympia“.

Erst im Anschluss ging des zur olympischen Regattastrecke in Berlin-Grünau. Hier hatten die Sportler den Nachmittag Zeit um ihre Boote rennfertig zu machen und noch einmal zu trainieren.

Am nächsten Tag starteten auch schon die Vorläufe. Die Vierer-Crew qualifizierte sich mit einem ersten Platz in ihrem Vorlauf direkt für das Finale. Nach den Vorläufen war klar, dass es auch in Berlin ein enges Finale geben würde.

In dem Finale, das unseren Jungs alles abverlangte, um gegen die Konkurrenz der Sportschulen bestehen zu können, sicherten sie sich einen dritten Platz hinter der Sportschule aus Minden und der Mannschaft aus Preetz.

Beim anschließenden Finale des Schüler-Achter-Cups belegte der Rats-Achter einen sechsten Platz, angesichts der Doppelbelastung durch das Vierer-Finale war die Mannschaft mit ihrer Leistung durchaus zufrieden war.

Ganz besonderer Dank gilt den beiden Trainern Konstantin Klar und Conrad Felsner, die trotz ihrer Abiturvorbereitung und des Prüfungsstresses immer Zeit gefunden haben, die fast täglichen Trainingseinheiten zu begleiten und ein tolles Team über das Jahr geformt haben – DANKE!

(Veröffentlicht im Jahresbericht 2019 des Ratsgymnasiums)

Auf den Rollsitz, fertig, los! Schnupperrudern der 5. Klassen am Bootshaus in Eversburg

Es ist Freitag, der 30.08. gegen 12 Uhr. Die Sonne scheint, es ist warm und es kommt Stimmung am Bootshaus in Eversburg auf: Die neuen 5. Klassen am Ratsgymnasium kommen am bootshaus an und bekommen heute die Gelegenheit das Rudern und Drachenbootfahren auszuprobieren.

Während die drei Drachenboote schnell mit den 5ern besetzt sind und ihre Fahrt über den Stichkanal aufnehmen, geht es beim Rudern nicht so schnell voran. Es dauert etwas bis die 14 Gig-Doppelvierer ins Wasser gelassen sind, die Skulls eingelegt sind und sich die Mannschaften gefunden haben. Die erste größere Herausforderung stellt für manche bereits das Einsteigen in ein Ruderboot dar: den richtigen Fuß auf das Einstiegsbrett stellen, die rechte Hand an die Griffe der Skulls (Ruder), mit der anderen Hand festhalten, dann in das Boot einsteigen und mit dem Hinterteil den auf Rollen gelagerten Sitz treffen. Dies alles geschieht unter der fachkundigen Anleitung älterer Schülerinnen und Schüler.

Sobald diese Hürde genommen ist, geht es hinaus auf den Stichkanal. Die älteren Ruderer und Ruderinnen, die eine Steuermannsausbildung absolviert haben, führen die „Neulinge“ in die Grundlagen der Rudertechnik ein. Wenn zunächst jeder für sich die Bewegungsabläufe des Ruderns übt, klappt das mit dem Rudern schon ganz gut – kommt dann aber ein zweiter, dritter oder vierter Ruderer hinzu, bedarf es volle Aufmerksamkeit, um sich dem Ruderschlag und Rhythmus der anderen Bootsinsassen anzupassen.

Am Ende der ersten Ausfahrt stellen dann viele fest: Bevor man seine ganze Kraft auf dem Wasser einsetzen kann, bedarf es doch einiges an Übung und Konzentration. Doch Rudern hat bisher noch fast jeder gelernt. 

Nach den Ruderversuchen können sich alle Beteiligten mit Pommes Frites und Bratwurst stärken und in die Drachenboote wechseln – oder umgekehrt.

Am Ende erreichen uns Lehrer von den neuen Schülerinnen und Schülern des Ratsgymnasiums sowie deren Eltern sehr positive Rückmeldungen über diese gelungene Veranstaltung – Vielen Dank dafür.

Besonderer Dank unsererseits geht an die vielen älteren Schülerinnen und Schüler, die Ehemaligen und die Kolleginnen und Kollegen, die diese Veranstaltung erst möglich machen!

Hartwig Ahrens und Marcus Funke

Ruderwanderfahrt auf dem Neckar – Die Abschiedstour vom Smutje und seinem Käpt’n

Am Sonntag, den 18. August 2019 machte sich eine ruderbegeisterte Gruppe aus 35 Schülerinnen und Schülern sowie 4 Lehrkräften mit der Bahn und dem Bootstransport auf den Weg in Richtung Stuttgart. Das Ziel war der Neckar. 180 Kilometer sollten in der kommenden Woche von Stuttgart über Marbach, Heilbronn, Eberbach und Heidelberg bis zu seiner Mündung in den Rhein zurückgelegt werden.

Manch erfahrener Ruder wird sich sicherlich wundern: warum plant man für 180 Kilometer eine ganze Woche ein? Die Antwort ist recht simpel: 22 Schleusen waren auf der Strecke zu bewältigen, also zwei bis fünf Schleusen pro Tag. Das Überwinden einer Schleuse, entweder durch eine normale Schleusung oder durch das schweißtreibende „Umtragen der Boote“, also dem Herausnehmen der Boote oberhalb der Schleuse und dem Einsetzen unterhalb der Schleuse, dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten. Es verwundert daher nicht, dass die Etappenlängen auf dem Neckar nur zwischen 25 und 35 Kilometern lagen.

Vorbei an malerischen Weinorten, beeindruckenden Weinbau-Steilhängen und Burgen und Schlössern bot die Fahrt über den Neckar in diesem Jahr ein besonderes Highlight: Der Alt-Neckar in Heilbronn führte durch das Gelände der aktuellen Bundesgartenschau, sodass den Ratsgymnasiasten die Möglichkeit geboten wurde, die Bundesgartenschau kostenlos vom Wasser aus zu besichtigen. Eine blumige Kulisse, die auf jeden Fall das eine oder andere Foto wert war – wobei auch die Ruderer in ihren Booten den Gästen der BuGa als beliebtes Fotomotiv dienten.

Eine Institution, die fast jeder Ruderer kennt, ist die Bootswerft Empacher, die direkt am Neckar in Eberbach liegt. Seit 1923 produziert das Familienunternehmen, das mittlerweile in der dritten Generation existiert, Ruderboote verschiedenster Art – für Ruderer auf Schülerebene bis hin zur Weltklasse. Leider konnten wir keinen Blick hinter die Kulissen werfen, das Unternehmen machte Betriebsferien.

So erreichten wir gegen Ende unserer Tour Heidelberg, die als eine der schönsten Städte Deutschlands gilt. Die Schülerinnen und Schüler genossen die Fahrt, die unter der bekannte Karl-Theodor-Brücke, oder besser bekannt als Alte Brücke durch- und vorbei an den roten Sandsteinruinen des Heidelberger Schlosses führte.

Während die Landschaft für die Ruderer auf dem Wasser einiges zu bieten hatte, kümmerten sich um das leibliche Wohl und die Organisation an Land das Team der Lehrer und Betreuer: Marcus Funke, Hartwig Ahrens, David Vodde und nicht zuletzt Jürgen Landwehr, dem vor allem in diesem Jahr eine ganz besondere Rolle zufiel. Der Smutje geht von Bord! Nach rund 25 Jahren war dies die letzte Ruderwanderfahrt für unseren Leberkäs-Smutje Herrn Landwehr! Im kommenden Jahr wird Herr Landwehr seine wohlverdiente Pension antreten. Er nutzte diese letzte Gelegenheit aber noch einmal ausgiebig, um die Ruderer mit Schnitzeln und Leberkäse zu versorgen. Fragt man ihn, wie viele Schnitzel und Leberkäse er im Laufe seiner Zeit als Koch auf Ruderwanderfahrten serviert hat, sagt er, er wisse es selbst  nicht mehr – aber ein paar tausend werden es wohl gewesen sein. Danke Herr Landwehr!

Und noch ein „alter Hase“ verlässt den Kahn – der Käpt’n: Auch für Hartwig Ahrens war dies die letzte Ruderwanderfahrt, die er als Lehrer im Schuldienst begleitet und durchgeführt hat. Nach über 30 Jahren und unzähligen Schulfahrten, wie Ruderwanderfahrten, Klassenfahrten, Studienfahrten,  Regatten oder USA-Austauschfahrten wird Herr Ahrens, der aus der Ruderriege und dem Ratsgymnasium nur schwer wegzudenken ist,  im Februar 2020 in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Wir wünsche ihm alles Gute und danken ihm von ganzem Herzen im Namen aller Schülerinnen und Schülern sowie deren  Eltern für seinen jahrzehntelanges unermüdliches Engagement. Seine Verabschiedung wird allerdings erst im kommenden Sommer mit dem 100-jährigen Bestehen der Ruderriege offizell begangen.

(Veröffentlicht im Jahresbericht 2019 des Ratsgymnasiums)

Die Ruderriege in Hannover – Der Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“

Vom 23.-25. Juni fand traditionell auf dem Maschsee in Hannover der Landesentscheid des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ (JtfO) statt.  Gemeldet waren hier auch einige Mannschaften der Schülerruderriege des Ratsgymnasiums Osnabrück.

Den Auftakt machten am Sonntag die neu eingeführten Mixed-Vierer Rennen der 14-jährigen.

Hier konnten gleich zwei Mannschaften einen Podestplatz ergattern:

Den 2. Platz belegte der Vierer mit Thea Felsner, Lotte Goerke, Utkarsh Gupta, Michel Klukkert und Steuerfrau Lena Beckmann.

Auf den 3. Platz ruderten Mia Buchholz, Jan Meisel, Jette Staschinski, Maxim Steblau und Steuermann Lukas Nerlich.

Bei den 13-jährigen Jungen im Gig-Doppelvierer standen ebenfalls gleich zwei Mannschaften auf dem Treppchen:

Das Team mit  Peer Goerke, Leo Große Beilage, Carlo Rasch, Linus Wiechmann und Steuerfrau Lena Beckmann ruderte auf den 2. Platz und Franek Domagalski, Benedikt Knillmann, Robert Lindemann, Anton Schmalz sowie  Jette Staschinski wurden dritte.

Im Mädchen-Doppelvierer der 14-jährigen erruderten unsere „Mädels“ die Silbermedaille hinter der Humboldtschule aus Hannover. In Doppelvierer saßen Thea Felsner, Mia Buchholz, Lotte Goerke, Jette Staschinski und Steuerfrau Lena Beckmann.

Einen Landessieg für das Ratsgymnasium erreichten Utkarsh Gupta, Michel Klukkert, Jan Meisel, Maxim Steblau und Steuermanm Lukas Nerlich im Jungen-Gig-Vierer der 14-jährigen.

Zu einem weiteren Landesieg ruderten Friedrich Goldmeyer, Johann Gruber, Jonas Laumann und Alexander Tautz sowie Steuermann Jan Meisel im Jungen-Gig-Doppelvierer der 15-17-jährigen über 500m.

Den zweiten Platz in dieser Bootsklasse belegten Benno Bals, Philipp Bischoff, Mathis Grützner, Tilman Schlieck und Steuermann Michel Klukkert.

Im Jungen-Gig-Vierer der 15-17-jährigen gewannen Joscha Albert, Mats Hegner, Marcel Krause und Daniel Roloff sowie Lotte Goerke mit deutlichem Vorsprung den Landestitel und qualifizierten sich damit für das Bundesfinale in Berlin (3.Platz beim Bundesfinale).

Im Flaggschiff, dem Achter, erreichte die Mannschaft des Ratsgymnasiums den 2. Platz. Im Achter ruderten Marcel Krause, Daniel Roloff, Mats Hegner, Joscha Albert, Louis Hehemann, Lukas Schwanke, Simon Große Beilage, Philipp Böhme und Steuerfrau Lotte Goerke.

Insgesamt kann die Schülerruderriege des Ratsgymnasiums mit 3 Landessiegen, fünf 2. Plätzen und drei 3. Plätzen beim Landesentscheid „JtfO“ sehr zufrieden sein.

Für diese Leistung gilt unseren Trainerinnen und Trainern besonderer Dank. Ihre teilweise sehr zeitaufwändige ehrenamtliche Tätigkeit sorgt dafür, dass unsere Schülerinnen und Schüler zum einen Spaß am Rudern haben und gleichzeitig technisch und konditionell gut ausgebildet werden.

Vielen Dank für euer Engagement, auch im Namen aller Ruderer,

Hartwig Ahrens und Marcus Funke.

(Veröffentlicht im Jahresbericht 2019 des Ratsgymnasiums)

Die Ruderriege auf Achse – USA Austausch Kalifornien

Am 1. Oktober um 8 Uhr geht es endlich los! Unsere Reisegruppe, bestehend aus 5 Schülerinnen, 15 Schülern und 3 Lehrern trifft sich am Osnabrücker Hauptbahnhof. 26 Stunden voller Umsteigen und Warten liegen vor uns: Von Osnabrück nach Düsseldorf, weiter nach London, von dort nach Los Angeles und zu guter Letzt nach Anaheim, eine Stadt in der Nähe von Los Angeles. Nach insgesamt 9.088 Reisekilometern kommen wir um 2 Uhr nachts erschöpft in unserem Hotel an.

Nach einer kurzen Nacht, an der auch der Jetlag nicht ganz unschuldig ist, geht es am ersten Tag ins Disneyland. Dort treffen wir auf viele bekannte Charaktere aus Film und Fernsehen und genießen die vielen Fahrgeschäfte.

Am nächsten Morgen verlassen wir Anaheim schon wieder und machen uns auf nach Newport Beach, einer kalifornischen Hafenstadt, direkt am Pazifik. Unsere erste Anlaufstelle dort: das Newport Aquatic Center (NAC), der Ruderclub, bei dem wir die nächsten 8 Tage zu Gast sein werden. Dort werden wir von Beth Anderson begrüßt. Beth ist eine der treuen Seelen des USA-Austausches und begleitet und organisiert diesen gemeinsam mit den Rats-Ruderprotektoren seit vielen Jahren. Nach einem Rundgang durch das Bootshaus geht es für uns auch schon ab in die Boote. Die erste Trainingseinheit führt uns bei bestem Sommerwetter vorbei an Palmen, Stränden, Traumhäusern und Yachten. Das besondere an dieser ersten Ausfahrt: anders als gewohnt legen wir nicht an einem Steg ab, sondern tragen unsere Boote zum Strand und steigen vom Wasser aus ein. Nach dem Training fahren wir zum Newport Beach Pier, der für seine hölzerne Seebrücke bekannt ist und gehen dort an den Strand. Zurück am NAC werden wir abends unseren Gastfamilien vorgestellt, bei denen wir die nächste Woche inklusive dem Wochenende verbringen werden.

Der nächste Tag beginnt für uns alle wieder am Bootshaus mit einer Trainingseinheit, wie auch die kommenden Wochentage. Danach zieht es uns wieder zum Meer, wo wir alle Sonne, Palmen und den typisch kalifornischen Strand genießen. Am nächsten Tag besuchen wir die Outlets at Orange, wo wir uns über die vielen Schnäppchen freuen und viele Dollars lassen. Dann steht das Wochenende vor der Tür, das wir alle mit unseren Gastfamilien und den unterschiedlichsten Erlebnissen verbringen – von Sightseeing bis Football ist alles dabei.

Die neue Woche starten wir mit einer schweißtreibenden Ergo-Einheit im NAC und einem Tagesausflug zur USS Midway nach San Diego. Die USS Midway ist ein Flugzeugträger der United States Navy und war im Vietnam- und Zweiten Golfkrieg im Einsatz. Seit 2004 ist die Midway als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Nach zwei weiteren Tagen, die wir mit Training und Strandbesuchen verbringen – u.a. am Huntington Beach, der mit seinen hohen Wellen einer der Surfer-Hotspots Kaliforniens ist – heißt es schon fast Abschied nehmen von Newport Beach. Für den letzten Tag haben wir uns zu einem gemeinsamen Training mit den Ruderern des Newport Sea Base Rowing, einem weiteren Ruderclub in Newport, verabredet. Der Kontakt der Ruderriege zu diesem Verein besteht schon seit einigen Jahren und James, einer der Trainer des Vereins, freut sich sehr über ein Wiedersehen mit den Rats-Protektoren und eine gemeinsame Trainingseinheit.

Am Donnerstag  geht unsere Reise weiter. 1.000 Kilometer gen Norden durch das kalifornische Inland zum Lake Tahoe, einem See auf der Grenze der US-Bundesstaaten Nevada und Kalifornien. Auf dem Weg dorthin fahren wir durch den Yosemite-Nationalpark. Der Nationalpark erstreckt sich entlang der westlichen Hänge der Sierra Nevada und ist u.a. berühmt für seine gigantischen Felsformationen. Nach dem Verkehr und den unzähligen Autos und Staus in und um Los Angeles ist die Fahrt durch den Yosemite eine willkommene Abwechslung. Bei vielen kleinen Stopps bewundern wir die malerische Landschaft und beeindruckende Naturkulisse. Nach 14 Stunden kommen wir dann endlich am Lake Tahoe an. Dort übernachten wir in einem großen und komfortablen Holzhaus, das uns großzügiger Weise von Rich Wendling, einem der amerikanischen Rudertrainer und treuen Weggefährten des Austausches, zur Verfügung gestellt wurde. Die gemeinsamen Abende im großen, gemütlichen Wohnzimmer des Hauses beim Kartenspiel und die klaren Nächte mit wunderschönem Sternenhimmel werden uns wohl allen in Erinnerung bleiben. Die Tage verbringen wir mit Wanderungen in der Gegend, wie zum Beispiel zur Emerald Bay. Inmitten der Emerald Bay liegt die Fannette Island, die einzige Insel im Lake Tahoe. Sie gehört zu den meistfotografierten Motiven der Gegend. Auch wir sorgen dafür, dass dies so bleibt.

Nach 2 Übernachtungen am Lake Tahoe reisen wir schon wieder ab und fahren nach San Francisco, der nächsten großen Station auf unserer Reise. Dort werden wir bei einem netten Barbecue von unseren Gastfamilien, den Ruderern und Coaches vom Pacific Rowing Club Willkommen geheißen. Nachdem in den Jahren zuvor immer in einem anderen Ruderclub in der Nähe von San Francisco gerudert wurde, ist der Besuch beim Pacific Rowing Club eine Besonderheit. Mit diesem Ruderverein wurde vor fast 35 Jahren der Ruderaustausch erstmalig auf die Beine gestellt. Einige der Akteure, die damals schon dabei waren, sind auch heute noch am Bootshaus zu finden und freuen sich über ein Wiedersehen mit den „Germans“.

Bei einer Rudereinheit am nächsten Morgen und den darauffolgenden Tagen, lernen wir das Ruderrevier des Pacific Rowing Clubs näher kennen, den Lake Merced. Sind wir vom Stichkanal zu Hause gewöhnt, bis zu 5 km am Stück auf dem Wasser rudern zu können, ist diese Rudereinheit für uns eher ungewöhnlich, denn der See hat nur eine Länge von ca. 1,7 km und bringt für uns das eine oder andere Wendemanöver mit sich.

Nach getaner Arbeit machen wir uns mittags immer auf den Weg, um die Attraktionen San Franciscos zu besuchen. Fisherman´s Wharf, eine Fahrt mit den berühmten Cable Cars, ein Besuch auf der ehemaligen Gefängnissinsel Alcatraz in der San Francisco Bay, ein Spaziergang über die Golden Gate Bridge oder ein Blick auf die Stadt vom Aussichtspunkt Twin Peaks sind dabei einige der Highlights, die die viertgrößte Stadt Kaliforniens für uns bereit hält. Aber nicht nur die Stadt, sondern auch das Umland beeindruckt uns. Ein Besuch im Muir Woods National Forrest bringt uns beim Anblick der bis zu 80 Meter hohen und oftmals über 500 Jahre alten Küstenmammutbäume zum Staunen. Das Wochenende verbringen wir in unseren Gastfamilien, auch dieses Mal wieder mit sehr unterschiedlichen Unternehmungen und Veranstaltungen von Radtouren über Footballspiele bis hin zu Homecoming-Bällen.

Nach dem Wochenende heißt es dann wieder Abschied nehmen. Der Abreisetag nähert sich langsam und wir fahren schon mal zurück in Richtung Los Angeles. Kaum in den Vans, halten wir jedoch bereits nach zwei Stunden an, um ein letztes Mal ausgiebig in einer der zahlreichen Outlet-Malls Amerikas zu shoppen. Am nächsten Tag geht es wieder auf den Freeway. Mit einem kurzen Zwischenhalt bei den drei ??? in Santa Barbara erreichen wir am Abend Los Angeles. Dort geht es am nächsten Morgen zum letzten Highlight unserer Reise: Die Universal Studios. Einen Tag lang dürfen wir in die Welt von Hollywood eintauchen und verschiedene Filmhighlights mal anders – zum Beispiel als Achterbahn mit 3D Effekten – erleben.

Bevor wir uns am nächsten Tag auf den Weg zum Flughafen machen, besuchen wir vorher noch den berühmten Hollywood Walk of Fame, auf dem aktuell 2.648 Sterne eingelassen sind, die amerikanische Prominente ehren. Wir sind allerdings eher enttäuscht. Danach fahren wir zum bekannten Strand von Santa Monica, wo wir ein letztes Mal die Füße in den Pazifischen Ozean halten können. Durch Probleme mit unserem Flugzeug bleiben wir noch ein paar Stunden länger in Los Angeles als geplant und landen schließlich nach einem langen Reise und einer geänderten Reiseroute in Hannover anstatt in Düsseldorf. Müde und erschöpft kehren wir alle nach fast vier Wochen zurück nach Hause – glücklich, mit unvergesslichen Erinnerungen und ein paar Souvenirs im Gepäck.

Nach dieser wunderbaren Zeit möchten wir uns gerne an dieser Stelle noch einmal bei Herrn Ahrens, Herrn Funke und Herrn Adelski für die Ermöglichung dieser tollen Reise und der schönen Zeit, die wir hatten, bedanken.

(Veröffentlicht im Jahresbericht 2018 des Ratsgymnasium; Text: Philipp Böhme und Carla Kunze)

Kilometer für Kilometer bei (fast) jedem Wetter

Über die Ruderwanderfahrten auf der Elbe und der Weser

Von Bootshaus zu Bootshaus, Etappe für Etappe, mit der Nase im Wind, den Wellen unter dem Ruderboot, vorbei an malerischen Kulissen – jedes Jahr im Sommer sind die Ruderinnern und Ruderer der Ruderriege nicht nur auf dem Stichkanal, sondern auf Flüssen in ganz Deutschland unterwegs. Als Höhepunkte der Rudersaison fanden die Ruderwanderfahrten in diesem Jahr auf der Elbe und der Weser statt.

Vor den Sommerferien ging es für 53 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 12, sowie für sieben amerikanische Austauschschüler mit dem Zug nach Dresden, dem Startpunkt der diesjährigen „großen“ Ruderwanderfahrt. Nach der ersten Übernachtung auf Isomatte und im Schlafsack fuhren die Ruderer am nächsten Morgen von Dresden aus mit der Bahn nach Bad Schandau, um die wohl landschaftlich schönste Etappe der Tour zu erleben. Begleitet von der typischen Hitze dieses Sommers ruderten die Sportler vorbei an den beeindruckenden geformten Felsen des Elbsandsteingebirges, auch sächsische Schweiz genannt, zurück nach Dresden.

Die Fahrt führte am nächsten Tag weiter nach Riesa. Allerdings mit erschwerten Bedingungen: War es am Vortag auf dem Wasser noch unerträglich heiß, hatte es sich über Nacht deutlich abgekühlt und die Ruderer hatten mit starkem Wind und teilweise hohem Wellengang zu kämpfen. Im Laufe des Tages verschlechterten sich die Wetterbedingungen weiter, so dass diese Etappe mittags abgebrochen werden musste. Die Boote mussten abgeriggert und verladen werden und alle per Shuttle zum Etappenziel gebracht werden. Ein langer, aufregender und besonders arbeitsreicher Tag, der erst gegen Mitternacht für alle endete.

Am nächsten Morgen hatten sich die Wetterbedingungen wieder etwas verbessert, sollten aber für den Rest der Fahrt durchwachsen bleiben. Es konnte jedoch wieder gerudert werden. Bei bedecktem Himmel und Regenschauern, hatte der Wind zwar deutlich abgeschwächt, ärgerte die Ruderer auf dem Wasser aber in Form von starkem Gegenwind aus Nordwesten. Eine besondere Aufgabe für das Küchenteam mit Jürgen Landwehr, David Vodde und Verena Busch, die bei so manchem Ruderer auf der mit 74 km längsten Etappe der Tour die Stimmung mit kulinarischen Tricks wieder aufhellen musste.

In Torgau angekommen, erwartete die Ruderer eine kleine Überraschung. Das alte Bootshaus, das schon Mitte der 1990er, als das Ratsgymnasium das letzte Mal hier Station machte in einem renovierungsbedürftigen Zustand war, hatte sich nicht verändert. DDR-Charme pur! Für die interessierten Schülerinnen und Schüler bot Jürgen Landwehr am Abend eine Führung durch Torgau an. Mit ihrer 1000-jährigen Geschichte hat die einstige Hauptstadt Kursachsens viel zu bieten und lädt zu einem Besuch ein. 

Die letzten Etappen führten die Sportler in die Lutherstadt Wittenberg und über die Stadt Aken bis nach Magdeburg, nach 313 km auf dem Wasser dem Ziel der Ruderwanderfahrt.

Kaum ins neue Schuljahr gestartet, machten sich 93 Ruderinnen und Ruderer im August auf den Weg zur nächsten Ruderwanderfahrt. Von Würgassen über Holzminden, Hameln und Rinteln ging es für die 17 Boote bei schönem Sommerwetter auf der Weser bis nach Minden. Dieses Mal mit an Bord: der Rudernachwuchs aus den Klassen 5 und 6.

Gut 170 km auf dem Wasser zurück legen – Routine für die älteren Schülerinnen und Schüler, ein neues und spannendes Erlebnis für die jüngeren. In welchem Boot rudere ich? Wer ist in meiner Mannschaft? Darf ich auch mal steuern? Was muss ich in einer Schleuse beachten? Wo werden wir schlafen? Fragen über Fragen, die von den älteren Ruderern gerne beantwortet werden. In jedem Ruderboot sitzen neben den Wanderfahrts-Neulingen immer einige der älteren Schüler, die die Verantwortung im Boot tragen, den Nachwuchs unterstützen und ihr Wissen und ihre Erfahrung somit an die Jüngeren weiter geben.

Die diesjährige Fahrt zu Weser hatte in diesem Jahr eine Besonderheit: Erstmalig waren die Eltern der Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 eingeladen, eigene Erfahrungen auf der Ruderwanderfahrt zu sammeln und die erste Etappe auf der Weser mit den Drachenbooten zurück zu legen. 24 Eltern nutzten die Möglichkeit und stiegen selbst in die beiden Drachenboote.

Das Nachtquartier an der Weser in Holzminden

Von Bootshaus zu Bootshaus, Etappe für Etappe, mit der Nase im Wind, den Wellen unter dem Ruderboot, vorbei an malerischen Kulissen – jedes Jahr im Sommer sind die Ruderinnern und Ruderer der Ruderriege nicht nur auf dem Stichkanal, sondern auf Flüssen in ganz Deutschland unterwegs. Als Höhepunkte der Rudersaison fanden die Ruderwanderfahrten in diesem Jahr auf der Elbe und der Weser statt.

Vor den Sommerferien ging es für 53 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 12, sowie für sieben amerikanische Austauschschüler mit dem Zug nach Dresden, dem Startpunkt der diesjährigen „großen“ Ruderwanderfahrt. Nach der ersten Übernachtung auf Isomatte und im Schlafsack fuhren die Ruderer am nächsten Morgen von Dresden aus mit der Bahn nach Bad Schandau, um die wohl landschaftlich schönste Etappe der Tour zu erleben. Begleitet von der typischen Hitze dieses Sommers ruderten die Sportler vorbei an den beeindruckenden geformten Felsen des Elbsandsteingebirges, auch sächsische Schweiz genannt, zurück nach Dresden.

Die Fahrt führte am nächsten Tag weiter nach Riesa. Allerdings mit erschwerten Bedingungen: War es am Vortag auf dem Wasser noch unerträglich heiß, hatte es sich über Nacht deutlich abgekühlt und die Ruderer hatten mit starkem Wind und teilweise hohem Wellengang zu kämpfen. Im Laufe des Tages verschlechterten sich die Wetterbedingungen weiter, so dass diese Etappe mittags abgebrochen werden musste. Die Boote mussten abgeriggert und verladen werden und alle per Shuttle zum Etappenziel gebracht werden. Ein langer, aufregender und besonders arbeitsreicher Tag, der erst gegen Mitternacht für alle endete.

Am nächsten Morgen hatten sich die Wetterbedingungen wieder etwas verbessert, sollten aber für den Rest der Fahrt durchwachsen bleiben. Es konnte jedoch wieder gerudert werden. Bei bedecktem Himmel und Regenschauern, hatte der Wind zwar deutlich abgeschwächt, ärgerte die Ruderer auf dem Wasser aber in Form von starkem Gegenwind aus Nordwesten. Eine besondere Aufgabe für das Küchenteam mit Jürgen Landwehr, David Vodde und Verena Busch, die bei so manchem Ruderer auf der mit 74 km längsten Etappe der Tour die Stimmung mit kulinarischen Tricks wieder aufhellen musste.

In Torgau angekommen, erwartete die Ruderer eine kleine Überraschung. Das alte Bootshaus, das schon Mitte der 1990er, als das Ratsgymnasium das letzte Mal hier Station machte in einem renovierungsbedürftigen Zustand war, hatte sich nicht verändert. DDR-Charme pur! Für die interessierten Schülerinnen und Schüler bot Jürgen Landwehr am Abend eine Führung durch Torgau an. Mit ihrer 1000-jährigen Geschichte hat die einstige Hauptstadt Kursachsens viel zu bieten und lädt zu einem Besuch ein. 

Die letzten Etappen führten die Sportler in die Lutherstadt Wittenberg und über die Stadt Aken bis nach Magdeburg, nach 313 km auf dem Wasser dem Ziel der Ruderwanderfahrt.

Kaum ins neue Schuljahr gestartet, machten sich 93 Ruderinnen und Ruderer im August auf den Weg zur nächsten Ruderwanderfahrt. Von Würgassen über Holzminden, Hameln und Rinteln ging es für die 17 Boote bei schönem Sommerwetter auf der Weser bis nach Minden. Dieses Mal mit an Bord: der Rudernachwuchs aus den Klassen 5 und 6.

Gut 170 km auf dem Wasser zurück legen – Routine für die älteren Schülerinnen und Schüler, ein neues und spannendes Erlebnis für die jüngeren. In welchem Boot rudere ich? Wer ist in meiner Mannschaft? Darf ich auch mal steuern? Was muss ich in einer Schleuse beachten? Wo werden wir schlafen? Fragen über Fragen, die von den älteren Ruderern gerne beantwortet werden. In jedem Ruderboot sitzen neben den Wanderfahrts-Neulingen immer einige der älteren Schüler, die die Verantwortung im Boot tragen, den Nachwuchs unterstützen und ihr Wissen und ihre Erfahrung somit an die Jüngeren weiter geben.

Die diesjährige Fahrt zu Weser hatte in diesem Jahr eine Besonderheit: Erstmalig waren die Eltern der Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 eingeladen, eigene Erfahrungen auf der Ruderwanderfahrt zu sammeln und die erste Etappe auf der Weser mit den Drachenbooten zurück zu legen. 24 Eltern nutzten die Möglichkeit und stiegen selbst in die beiden Drachenboote.

Auf Ruderwanderfahrt zu fahren bringt immer eine Menge Spaß, ist ohne Organisation und Betreuung vor und vor allem auf der Tour jedoch nicht möglich: Während sich die Ruderinnen und Ruderer auf dem Wasser vergnügten, sorgten neben der Küchencrew Harro Lehmann, Hartwig Ahrens, Marcus Funke und Nils Rüdiger Baade für den reibungslosen Ablauf der beiden diesjährigen Ruderwanderfahrten.

(Veröffentlicht im Jahresbericht 2018 des ratsgymnasiums; Text: Steffi & Marcus Funke)

3. Platz – Ratsachter erfolgreich in Berlin

Die niedersächsischen Landesmeister beim Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ kamen im Ruderachter in diesem Jahr vom Ratsgymnasium Osnabrück. Damit war der Achter für das Bundesfinale in Berlin qualifiziert und erreichte dort am 26. September einen hervorragenden zweiten Platz. Herzlichen Glückwunsch!
In ihrem Vorlauf auf der Olympiastrecke in Berlin-Grünau dominierte der Ratsachter die Konkurrenz deutlich, doch im Finale mussten sich unsere Ruderer knapp hinter der Sportschule aus Berlin-Flatow mit dem zweiten Platz zufrieden geben.
Für das Ratsgymnasium starteten Friedrich Amelingmeyer, Tobias Blumberg, Conrad Felsner, Oskar Frederichs, Konstantin Klar, Marcel Krause, Samuel Reitenbach, Daniel Roloff und der Steuermann Jonas Kroke. Der Achter kam mit einer Zeit von 3:05,31 min ins Ziel, nur ca. 3 Sekunden hinter dem Erstplatzierten, aber mit einem erstaunlichen Vorsprung von über 13 Sekunden auf den dritten Platz (Friedrich- Schiller-Gymnasium Marbach). Man konnte erkennen, dass alle Ruderer bis an ihre Grenzen und weit darüber hinausgingen, um erfolgreich zu sein, so dass auch der Trainer Henning Köncke und die Ruderprotektoren Hartwig Ahrens und Marcus Funke für diese Leistung voll des Lobes waren.
Neben dem Abiturienten Henning Köncke gilt in diesem Jahr unser besonderer Dank auch Lukas Schwanke, der als Ersatzruderer in Krankheits-und Verletzungsfällen den Ruderern stets aushalf und so ein regelmäßiges Training ermöglichte.

(Veröffentlicht im Jahrensbericht 2018 des Ratsgymnasiums; Text: Silke Klar)

Aller Anfang ist schwer – Schnupperrudern

Wer nach der Grundschule an das Ratsgymnasium kommt, der merkt schnell, dass unsere Schule mit dem Rudersport eng verbunden ist!

Nach der ersten vollen Schulwoche an der neuen Schule waren alle Fünftklässler am Freitag, den 17. August eingeladen, am Kanal in die Ruderboote zu steigen und aus grauer Theorie Praxis werden zu lassen. Vielleicht ist das ja alles gar nicht so schwer und das Rudern kann ein neuer Lieblingssport werden?

Also einsteigen, Füße in die Schlaufen, Skulls in die Hände und zuhören, was die erfahrenen, älteren Ruderer und Ruderinnen zu sagen haben. Schnell stellten die Anfänger fest, wie gut man vorwärtskommt, wenn man sich im gleichen Rhythmus auf den Rollsitzen bewegt und die Blätter gleichzeitig ins Wasser taucht. Ein tolles Gefühl, wenn so ein Boot immer schneller übers Wasser gleitet.

Nach den ersten Ruderversuchen im Vierer konnten sich alle Beteiligten mit Pommes Frites und Bratwurst stärken und anschließend mit ihrer Klasse in die Drachenboote steigen und gemeinsam gegen eine andere Klasse antreten. Interessierte Eltern hatten ebenfalls die Möglichkeit, mit dem Drachenboot zu fahren.

Für die Pausenzeiten hatten die Klassenpaten und freiwillige Helfer der Ruderriege außerdem viele Spiele organisiert, so dass die Zeit am Bootshaus schnell verflog und die erste Schulwoche am Ratsgymnasium ein tolles Ende fand. Allen Beteiligten sei an dieser Stelle noch einmal herzlich für ihren Einsatz gedankt!

(Veröffentlicht am 18.08.2018; Text: Silke Klar)