Der Deutsche-Schüler-Ruder-Cup 2021 in Kassel

Am 25. und 26. September fand in Kassel der Deutsche-Schüler-Ruder-Cup statt. Mit rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern konnte das Ratsgymnasium trotz der coronabedingt schwierigen Lage mit einer großen Gruppe teilnehmen.

Samstag

Am Samstag konnten sich die jüngeren Athletinnen und Athleten leider nicht über einen ersten Platz freuen. Dafür reichte es aber in guten Rennen zu einigen Zweiten und Dritten Plätzen. Unsere WK3-Mädchen konnten sich in einem guten Rennen über einen zweiten Platz freuen.

v.l.n.r. Charlotte Gruber, Paula Wilcke, Sophie Brüning, Anna Pfennig und Swantje Herding

Die WK3-Jungs freuten sich in einem starken Meldefeld ebenfalls über einen zweiten Platz.

v.l.n.r. Leo Braune, Leonard Fritsche, Peer Goerke, Ben Timpe und Alexander Steblau

Sonntag

Das Highlight des gesamten Wochenendes war der Sieg des WK2-Damenvierers, die sich gegen das starke Boot der Humboldtschule aus Hannover durchsetzen konnten.

v.l.n.r. Lena Beckmann, Thea Felsner, Lotte Arndt, Valeria Griesmann und Fleur Wohlschläger

In der Riemen-Gig und im Achter mussten sich die Rats-Jungs dem starken Mindener-Team geschlagen geben. Es reichte am Ende für einen zweiten und vierten Platz.
Insgesamt war das Ratsgymnasium beim Deutschen-Schüler-Ruder-Cup die erfolgreichste Osnabrücker Schule. Davor konnten sich die starken Gymnasien aus Hannover und Minden einreihen.

Wir danken den Veranstaltern für die reibungslose Organsation und freuen uns aufs nächste Jahr.

Rats Ruderer auf den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Essen

Vom 24.06. – 27.06.21 fahren elf Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums auf den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Essen.

Dabei sind:

Junior B-Achter / Trainer: Daniel Roloff, Joscha Künne

  • Benedikt Knillmann,
  • Michel Klukkert
  • Lukas Nehrlich
  • Jan Meisel

Juniorinnen A-Vierer / Trainer: Carla Kunze (Abi 2019), Tobias Blumberg (Abi 2021), Philipp Böhme (Abi 2021), Tim Tolhuysen

  • Thea Felsner
  • Fleur Wohlschläger
  • Lotte Arndt
  • Lena Beckmann

Junior A-Vierer / Trainer: Conrad Felsner (Abi 2019)

  • Mats Hegner
  • Lukas Schwanke

Tag 1: Vorläufe

v. l. n. r.: Fritz Andrä, Lukas Schwanke, Mats Hegner, Louis Schlüchter

Der Junior A-Vierer belegt im Vorlauf aufgrund von Steuerproblemen in einem starken Meldefeld den fünften Platz. Die Jungs sind aber guter Dinge für den morgigen Tag.

Kommentar des Trainers: Wir haben noch einige Stellschrauben an denen wir drehen können!

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v. l. n. r.: Stf. Lena Beckmann, Valeria Grismann, Fleur Wohlschläger, Lotte Arndt, Thea Felsner

Der Juniorinnen A-Vierer errudert einen taktischen dritten Platz in seinem Vorlauf. Insgesamt haben sie damit die viertschnellste Zeit der beiden Vorläufe.

Kommentar der Trainerin: Das war schonmal gut für das erste 2000 m Rennen. Morgen setzen wir da einen drauf!

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Tag 2: Hoffnungsläufe / Bahnverteilungsrennen

Der Junior-A Vierer verpasst nach einem durchwachsenen Rennen leider das A-Finale der Deutschen Meisterschaften. Am Sonntag wollen die Jungs im B-Finale (11:39 Uhr) noch einmal zeigen was sie können!

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Die Juniorinnen ziehen nach einem starken Hoffnungslauf ins Finale ein und sind somit unter den 6 besten Juniorinnen-Vierern Deutschlands.

Wir drücken die Daumen für Sonntag (11:02 Uhr)!!

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v. l. n. r.: Jan Meisel, Lukas Nehrlich, Tim Packeisen, Jannis Bensmann, Michel Klukkert, Benedikt Knillmann, Rasmus Pipa, Gleb Christov, Stf. Lena Beckmann

Der Junior B-Achter belegt in einem engen Bahnverteilungsrennen den 4. Platz. Am Sonntag geht es im Finale (15:37 Uhr) dann um alles. Das Ziel ist ein Platz auf dem Treppchen.

Tag 3: Finals

Etwas enttäuscht war der Junior A-Vierer, die sich im B-Finale gegen eine starke Konkurrenz aus unterschiedlichen Trainingsgemeinschaften leider nicht durchsetzen konnten. Die Jungs um Mats Hegner und Lukas Schwanke können in der ersten Regatta in diesem Jahr aber einiges an Erfahrungen mitnehmen und fokussieren sich nach einer kurzen Pause auf die Landesschülermeisterschaften in Hannover.

Die Juniorinnen können nach einer starken Regatta einen sechsten Platz im A-Finale verbuchen. Insbesondere da alle Ruderrinnen nächstes Jahr in derselben Konstellation starten dürfen, können Thea, Fleur, Lotte, Valeria und Steuerfrau Lena mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein.

Der Junior B-Achter wird in einem engen Rennen Sechster. Bis 500 m vor dem Ziel konnten sich die Jungs noch in der Mitte des Feldes halten, allerdings wurden sie auf den letzten 500 m überspurtet.

Kommentar des Landestrainers Martin Schawe folgt.

Fotos: Carla Kunze / Alexander Oberpenning

Absage des Ruderfestes

anlässlich des 101-jährigen Bestehens der Schülerruderriege des Ratsgymnasiums.

Liebe ehemalige Ruderer/Innen und Freund/Innen der Schülerruderriege des Ratsgymnasiums Osnabrück, 

aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens und der Vorgaben des Landes Niedersachsen für Schulen müssen wir das für Freitag, den 25. Juni 2021 am Bootshaus in Eversburg geplante Ruderfest anlässlich des 101-jährigen Bestehens unserer Schülerruderriege leider erneut absagen.

Ob wir ein Ruderfest im Jahr 2022 feiern können, werden wir vom Infektionsgeschehen der kommenden Monate abhängig machen und ggf. einen neuen Termin zum Jahreswechsel 2021/2022 per Mail und über die Website der Ruderriege und der der Schule bekannt geben. 

Wir hoffen sehr, mit euch in 2022 feiern zu können! 

Mit rudersportlichen Grüßen 

Alexander Oberpenning & Marcus Funke 

Die Ruderriege auf Achse – USA Austausch Kalifornien

Am 1. Oktober um 8 Uhr geht es endlich los! Unsere Reisegruppe, bestehend aus 5 Schülerinnen, 15 Schülern und 3 Lehrern trifft sich am Osnabrücker Hauptbahnhof. 26 Stunden voller Umsteigen und Warten liegen vor uns: Von Osnabrück nach Düsseldorf, weiter nach London, von dort nach Los Angeles und zu guter Letzt nach Anaheim, eine Stadt in der Nähe von Los Angeles. Nach insgesamt 9.088 Reisekilometern kommen wir um 2 Uhr nachts erschöpft in unserem Hotel an.

Nach einer kurzen Nacht, an der auch der Jetlag nicht ganz unschuldig ist, geht es am ersten Tag ins Disneyland. Dort treffen wir auf viele bekannte Charaktere aus Film und Fernsehen und genießen die vielen Fahrgeschäfte.

Am nächsten Morgen verlassen wir Anaheim schon wieder und machen uns auf nach Newport Beach, einer kalifornischen Hafenstadt, direkt am Pazifik. Unsere erste Anlaufstelle dort: das Newport Aquatic Center (NAC), der Ruderclub, bei dem wir die nächsten 8 Tage zu Gast sein werden. Dort werden wir von Beth Anderson begrüßt. Beth ist eine der treuen Seelen des USA-Austausches und begleitet und organisiert diesen gemeinsam mit den Rats-Ruderprotektoren seit vielen Jahren. Nach einem Rundgang durch das Bootshaus geht es für uns auch schon ab in die Boote. Die erste Trainingseinheit führt uns bei bestem Sommerwetter vorbei an Palmen, Stränden, Traumhäusern und Yachten. Das besondere an dieser ersten Ausfahrt: anders als gewohnt legen wir nicht an einem Steg ab, sondern tragen unsere Boote zum Strand und steigen vom Wasser aus ein. Nach dem Training fahren wir zum Newport Beach Pier, der für seine hölzerne Seebrücke bekannt ist und gehen dort an den Strand. Zurück am NAC werden wir abends unseren Gastfamilien vorgestellt, bei denen wir die nächste Woche inklusive dem Wochenende verbringen werden.

Der nächste Tag beginnt für uns alle wieder am Bootshaus mit einer Trainingseinheit, wie auch die kommenden Wochentage. Danach zieht es uns wieder zum Meer, wo wir alle Sonne, Palmen und den typisch kalifornischen Strand genießen. Am nächsten Tag besuchen wir die Outlets at Orange, wo wir uns über die vielen Schnäppchen freuen und viele Dollars lassen. Dann steht das Wochenende vor der Tür, das wir alle mit unseren Gastfamilien und den unterschiedlichsten Erlebnissen verbringen – von Sightseeing bis Football ist alles dabei.

Die neue Woche starten wir mit einer schweißtreibenden Ergo-Einheit im NAC und einem Tagesausflug zur USS Midway nach San Diego. Die USS Midway ist ein Flugzeugträger der United States Navy und war im Vietnam- und Zweiten Golfkrieg im Einsatz. Seit 2004 ist die Midway als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Nach zwei weiteren Tagen, die wir mit Training und Strandbesuchen verbringen – u.a. am Huntington Beach, der mit seinen hohen Wellen einer der Surfer-Hotspots Kaliforniens ist – heißt es schon fast Abschied nehmen von Newport Beach. Für den letzten Tag haben wir uns zu einem gemeinsamen Training mit den Ruderern des Newport Sea Base Rowing, einem weiteren Ruderclub in Newport, verabredet. Der Kontakt der Ruderriege zu diesem Verein besteht schon seit einigen Jahren und James, einer der Trainer des Vereins, freut sich sehr über ein Wiedersehen mit den Rats-Protektoren und eine gemeinsame Trainingseinheit.

Am Donnerstag  geht unsere Reise weiter. 1.000 Kilometer gen Norden durch das kalifornische Inland zum Lake Tahoe, einem See auf der Grenze der US-Bundesstaaten Nevada und Kalifornien. Auf dem Weg dorthin fahren wir durch den Yosemite-Nationalpark. Der Nationalpark erstreckt sich entlang der westlichen Hänge der Sierra Nevada und ist u.a. berühmt für seine gigantischen Felsformationen. Nach dem Verkehr und den unzähligen Autos und Staus in und um Los Angeles ist die Fahrt durch den Yosemite eine willkommene Abwechslung. Bei vielen kleinen Stopps bewundern wir die malerische Landschaft und beeindruckende Naturkulisse. Nach 14 Stunden kommen wir dann endlich am Lake Tahoe an. Dort übernachten wir in einem großen und komfortablen Holzhaus, das uns großzügiger Weise von Rich Wendling, einem der amerikanischen Rudertrainer und treuen Weggefährten des Austausches, zur Verfügung gestellt wurde. Die gemeinsamen Abende im großen, gemütlichen Wohnzimmer des Hauses beim Kartenspiel und die klaren Nächte mit wunderschönem Sternenhimmel werden uns wohl allen in Erinnerung bleiben. Die Tage verbringen wir mit Wanderungen in der Gegend, wie zum Beispiel zur Emerald Bay. Inmitten der Emerald Bay liegt die Fannette Island, die einzige Insel im Lake Tahoe. Sie gehört zu den meistfotografierten Motiven der Gegend. Auch wir sorgen dafür, dass dies so bleibt.

Nach 2 Übernachtungen am Lake Tahoe reisen wir schon wieder ab und fahren nach San Francisco, der nächsten großen Station auf unserer Reise. Dort werden wir bei einem netten Barbecue von unseren Gastfamilien, den Ruderern und Coaches vom Pacific Rowing Club Willkommen geheißen. Nachdem in den Jahren zuvor immer in einem anderen Ruderclub in der Nähe von San Francisco gerudert wurde, ist der Besuch beim Pacific Rowing Club eine Besonderheit. Mit diesem Ruderverein wurde vor fast 35 Jahren der Ruderaustausch erstmalig auf die Beine gestellt. Einige der Akteure, die damals schon dabei waren, sind auch heute noch am Bootshaus zu finden und freuen sich über ein Wiedersehen mit den „Germans“.

Bei einer Rudereinheit am nächsten Morgen und den darauffolgenden Tagen, lernen wir das Ruderrevier des Pacific Rowing Clubs näher kennen, den Lake Merced. Sind wir vom Stichkanal zu Hause gewöhnt, bis zu 5 km am Stück auf dem Wasser rudern zu können, ist diese Rudereinheit für uns eher ungewöhnlich, denn der See hat nur eine Länge von ca. 1,7 km und bringt für uns das eine oder andere Wendemanöver mit sich.

Nach getaner Arbeit machen wir uns mittags immer auf den Weg, um die Attraktionen San Franciscos zu besuchen. Fisherman´s Wharf, eine Fahrt mit den berühmten Cable Cars, ein Besuch auf der ehemaligen Gefängnissinsel Alcatraz in der San Francisco Bay, ein Spaziergang über die Golden Gate Bridge oder ein Blick auf die Stadt vom Aussichtspunkt Twin Peaks sind dabei einige der Highlights, die die viertgrößte Stadt Kaliforniens für uns bereit hält. Aber nicht nur die Stadt, sondern auch das Umland beeindruckt uns. Ein Besuch im Muir Woods National Forrest bringt uns beim Anblick der bis zu 80 Meter hohen und oftmals über 500 Jahre alten Küstenmammutbäume zum Staunen. Das Wochenende verbringen wir in unseren Gastfamilien, auch dieses Mal wieder mit sehr unterschiedlichen Unternehmungen und Veranstaltungen von Radtouren über Footballspiele bis hin zu Homecoming-Bällen.

Nach dem Wochenende heißt es dann wieder Abschied nehmen. Der Abreisetag nähert sich langsam und wir fahren schon mal zurück in Richtung Los Angeles. Kaum in den Vans, halten wir jedoch bereits nach zwei Stunden an, um ein letztes Mal ausgiebig in einer der zahlreichen Outlet-Malls Amerikas zu shoppen. Am nächsten Tag geht es wieder auf den Freeway. Mit einem kurzen Zwischenhalt bei den drei ??? in Santa Barbara erreichen wir am Abend Los Angeles. Dort geht es am nächsten Morgen zum letzten Highlight unserer Reise: Die Universal Studios. Einen Tag lang dürfen wir in die Welt von Hollywood eintauchen und verschiedene Filmhighlights mal anders – zum Beispiel als Achterbahn mit 3D Effekten – erleben.

Bevor wir uns am nächsten Tag auf den Weg zum Flughafen machen, besuchen wir vorher noch den berühmten Hollywood Walk of Fame, auf dem aktuell 2.648 Sterne eingelassen sind, die amerikanische Prominente ehren. Wir sind allerdings eher enttäuscht. Danach fahren wir zum bekannten Strand von Santa Monica, wo wir ein letztes Mal die Füße in den Pazifischen Ozean halten können. Durch Probleme mit unserem Flugzeug bleiben wir noch ein paar Stunden länger in Los Angeles als geplant und landen schließlich nach einem langen Reise und einer geänderten Reiseroute in Hannover anstatt in Düsseldorf. Müde und erschöpft kehren wir alle nach fast vier Wochen zurück nach Hause – glücklich, mit unvergesslichen Erinnerungen und ein paar Souvenirs im Gepäck.

Nach dieser wunderbaren Zeit möchten wir uns gerne an dieser Stelle noch einmal bei Herrn Ahrens, Herrn Funke und Herrn Adelski für die Ermöglichung dieser tollen Reise und der schönen Zeit, die wir hatten, bedanken.

(Veröffentlicht im Jahresbericht 2018 des Ratsgymnasium; Text: Philipp Böhme und Carla Kunze)

Carla Kunze – Eine Rudersaison mit Höhen und Tiefen

Nach den letzten Regatten im Sommer 2017 begannen meine Zweierpartnerin Maren und ich uns auf die Season 2018 vorzubereiten. Als Ziel setzten wir es uns die Deutschen U19 Meisterschafften mit zu fahren und ins Team NRW (Landeskader NRW/Niedersachsen) zu kommen. Dafür begannen wir im 2- zu trainieren. Die ersten zwei Monate hatte unser neuer Trainer, Tim, es sicher nicht einfach. „Ich will nicht Riemen.“, „Der Zweier läuft gar nicht.“, „Wir sind eh viel zu schlecht.“ Von August bis November trainierte viel ohne besondere Ereignisse, um die Grundlagen des Riemens zu erlernen. Anfang November mussten wir den ersten Ergo Test über 2000 in offiziellen Rahmen vor Landestrainer Tobi ausfahren. Die Ergebnisse waren, wie erwartet, schrecklich. Eine Woche später gingen wir in Hildesheim an den Start unserer ersten 6000 Meter Strecke. Zweiter von Drei. Die Zeit konnten wir nicht einschätzen. Im Gegensatz zu den Jungs durften wir bei der nächsten Langstrecke nicht starten und hatten somit nicht die Chance zu den ersten Lehrgängen des Team NRW eingeladen zu werden, was uns zu dem Zeitpunkt ziemlich frustrierte. Direkt vor Weihnachten mussten wir den zweiten Ergo Test fahren. Wieder nicht besonders. Im Neuen Jahr fror schließlich der Kanal zu. Das bedeutete Hallentraining und das wiederrum hieß ganz viele Stunden Ergo fahren. Das Training bis Mitte März war also kein Vergnügen. In der Zeit fuhren wir auch unseren dritten und letzten Ergo Test: Nichts Besonderes aber beide persönliche Bestzeit. Am 08. März war der Kanal endlich wieder frei und wir durften ein besseres Boot fahren. Im Vergleich zu dem 30 Jahre alten „Container“ war „Power Challenge“, welches wir im Vorjahr schon als Doppelzweier liebgewonnen hatten, traumhaft. Zwei Tage später fuhren wir die Langstrecke in Oberhausen. Ich würde sagen das war der Wendepunkt unserer Season. Auch wenn das Steuer (das ich mit dem Fuß bediene) versagte und wir somit mehrere Crashs mit dem Gegenverkehr verursachten, waren wir deutlich schneller als in Hildesheim. Nach der Langstrecke bekamen wir wieder ein neues Boot: Highland Dale. Ein wunderschöner Zweier mit Flügelauslegern und eines der neusten Boote des Vereins, außerdem genau für unser Gewicht ausgelegt. Den Unterschied spürten wir schon in der ersten Einheit. Eine Woche später begannen die Osterferien und die Jungs fuhren nach Italien ins Trainingslager. Wir durften nicht mitkommen, also blieben wir bei Wind und Kälte in Osnabrück, um dort zu trainieren. Wir machten einen großen Sprung und zum ersten Mal begann der Zweier so zu laufen, dass es Spaß machte. Im April begann endlich die Regattasaison. Da wir jedoch noch keine Leistungen erbracht hatten – anders als die Jungs – durften wir auch nicht mit auf die ersten großen Regatten und fuhren nach Münster und Bremen anstatt nach Essen und München. Nachdem wir in Münster sehr stark dominiert hatten, setzte Martin uns mit anderen Zweiern zu einem Achter und einen Vierer zusammen. Diese trainierten wir an zwei Wochenenden bei dem Krefelder Trainer Markus Wöstemeyer (Rats Abi 1995). Auf die Regatta in Köln durften wir mitkommen und gingen dort im Zweier und Vierer an den Start. In ersterem konnten wir nur ein Boot schlagen. Dafür hatten wir im Zweier endlich die Chance uns zu beweisen. In einem starken Lauf erreichten wir einen vierten Platz und waren 16 Sekunden hinter dem schnellsten Zweier Deutschlands. Das ist viel, für uns war es aber großartig, weil wir uns für deutlich schlechter gehalten hatten. Nach dem Wochenende bekamen wir sogar ein Lob von Martin, was bei ihm nicht selbstverständlich ist. Doof war nur das der Rest unserer Achter Gruppe 45 Sekunden und mehr hinter uns gewesen waren. Wir hatten jedoch keine andere Wahl als weiter mit ihnen zu fahren .Als nächstes ging es anderthalb Wochen später nach Hamburg, wo wir im Rahmen der Rangliste den 19ten Platz aller Deutschen Boote belegten. Damit qualifizierten wir uns für den zweiten NRW Achter, was uns von der Bürde mit den langsamen Zweiern zu fahren befreite. Gegen die starke Konkurrenz konnten wir uns leider nicht behaupten und mussten uns mit einem fünften Platz zufriedengeben. Auch für den Vierer bekamen wir neue Partner und unerwartet konnten wir mit dem frisch gesetzten Boot unseren Lauf gewinnen. Die nächsten Zwei Wochenenden verbrachten wir in Essen und Waltrop um uns auf die Deutschen Meisterschafften vorzubereiten. Am 20. Junifuhren wir dann nach Köln auf die Meisterschafften. Nach drei Tagen mit Vor- und Zwischenläufen, in denen wir neben den Rennen und ein paar Trainings Einheiten viel Zeit zum Ausruhen hatten, kamen am Sonntag die Finalen. Am Morgen fuhren wir im Vierer das beste Rennen der ganzen Season. Leider reichte es trotz eines starken Endspurts ganz knapp nicht fürs Treppchen und somit wurden wir vierte. Das Achterrennen am Abend war deutlich weniger spannen und wir wurden fünfte. Insgesamt belegten alle Sportler des ORV zufriedenstellende Plätze. Der „Ratser“ Marcel Teckemeyer (Abi 2018) sicherte sich eine Gold- und eine Silber-Medaille im Vierer und Achter und qualifizierte sich damit für die U23 WM. Mit Ende der Meisterschafften begannen die Sommerferien und damit war die Season endgültig vorbei. So dachte ich zumindest bis mitten in den Ferien eine E-Mail von Martin kam. Darin stand es: Maren und ich wurden für den Baltic Cup nominiert. Innerhalb eines Jahres hatten wir angefangen zu Riemen, hatten uns im Zweier zusammengefunden, waren etliche Kilometer gefahren, haben uns gequält, hatten sehr viel Spaß, und jetzt sollten wir als Teil der Nationalmannschaft Deutschland vertreten. Damit hatten wir das (für uns) unmögliche möglich gemacht und das Training zahlte sich plötzlich tausendfach aus. Anstatt nun unsere Ferien bis zum Ende zu genießen werden wir direkt, wenn wir alle aus dem Urlaub zurück sind, wieder mit dem Training anfangen. Im August erwartet uns dann ein Trainingslager und im September dürfen wir im Deutschlandoutfit in Polen an den Start gehen. Für diesen Erfolg möchte ich mich bei allen Bedanken, die mich in der Season unterstützt haben. Besonders bei Tim, der seine komplette Zeit und Energie für uns geopfert hat und bei Martin, der immer ein Auge auf uns hatte.

(Veröffentlicht im Jahresbericht 2018 des Ratsgymnasiums; Text: Carla Kunze)

Erfolge für Rats-Ruderer in Hannover und Berlin beim Landesentscheid und Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“

Auch in diesem Jahr waren die Schülerinnen und Schüler der Ruderriege des Ratsgymnasiums auf Regatten in Bramsche, Kassel und Hannover erfolgreich und konnten sich über viele Medaillen freuen.

Ein Höhepunkt der Ruder-Saison war der niedersächsische Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ am 13. Juni auf dem Maschsee in Hannover bei dem folgende Mannschaften ein Platz auf dem Treppchen errudern konnten:

Bronze erreichten Yannik Fritsche, Louis Hehemann, Lukas Lange, Justus Meyer und Steuermann Stefan Laumann im Jungen-Gig-Doppelvierer Jahrgang 2002 und jünger und die Mannschaft mit Joscha Albert, Benno Bals, Mats Hegner, York Sewing und Steuermann Carl Walsh im gesteuerten Jungen-Gig-Doppelvierer Jahrgang 2003 und jünger.

Den zweiten Platz konnte der Mädchen-Gig-Doppelvierer der 15 bis 17 jährigen mit Caroline Dauer, Lea Maaske, Nele Staschinski, Jacqueline Zimmer und Steuerfrau Paulina Liepe erringen.

Ebenfalls mit einem zweiten Platz im Jungen-Renn-Doppelvierer Jahrgang 2002 und jünger konnten Friedrich Amelingmeyer, Marcel Krause, Philipp Böhme, Philipp Bischoff und Steuermann Justus Meyer eine erfolgreiche Saison abschließen.

Der in den Vorjahren siegreiche Achter musste sich in diesem Jahr knapp geschlagen geben. Im Achter ruderten Johannes Felsner, Oskar Frederichs, Lennard Hagspihl, Lars Jung, Philipp Lahrmann, Jan Niklas Kaufmann, Samuel Reitenbach, York Sewing und Steuerfrau  Jacqueline Zimmer.

Landessiege gab es für gleich drei Mannschaften. Im Mädchen-Gig-Doppelvierer Jahrgang 2003 (Foto oben) und jünger gewannen Lotte Arndt, Carlotta Höing, Lena Hoogen, Fleur Wohlschläger und Steuermann Jonas Kroke mit über 4 Sekunden Vorsprung.

Im Jungen-Gig-Doppelvierer der 15 bis 17 jährigen über 500 Meter sicherte sich die Mannschaft mit Mathis Beck, Paul Fleddermann, Christoph Meyer, Michael Sterzer und Steuerfrau Nele Staschinski den Landessieg.

Den Landestitel in der Bootsklasse Jungen-Gig-Vierer der 15 bis 17 jährigen holten Johannes Felsner, Oskar Frederichs, Lennard Hagspihl, Jan Niklas Kaufmann und Steuerfrau Jacqueline Zimmer (Foto rechts [Quelle A. Plischke]). Mit dieser Leistung qualifizierten sie sich für das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin.

Beim Bundesfinale gewannen die Jungs mit ihrer Steuerfrau die Bronze-Medaille und mussten sich nur den Landessiegern aus Nordrhein-Westfalen und Hamburg geschlagen geben.

Besonderes danken möchte die Ruderriege allen Schülerinnen und Schülern sowie Ehemaligen, die als Trainer und Betreuer erst solche Platzierungen möglich machen: Vielen Dank für euer unermüdliches und zeitaufwändiges Engagement!

Allen erfolgreichen Ruderinnen und Ruderern herzlichen Glückwunsch!

(Veröffentlicht am 29.09.2016)

Klasse 6a wird „Schnellste Klasse Deutschlands im Ergometerrudern 2015“!

Gesucht: Die schnellste Klasse Deutschlands auf dem Ergometer! Gefunden: die 6a des Ratsgymnasiums!

Bereits zum 6. Mal schrieb die Deutsche Ruderjugend (DRJ) den Wettbewerb „Schnellste Klasse Deutschlands im Ergometerrudern“ bundesweit aus. Insgesamt 13.500 Schülerinnen und Schüler nahmen teil und trainierten im Zeitraum vom 15. Januar bis 25. Mai 2015  gemeinsam auf den Ergometern für das Ziel, mit ihrer Mannschaft die Achter-Staffel über 2.000 Meter zu gewinnen. Jeder der teilnehmenden Schüler musste demnach eine Strecke von 250 Metern zurücklegen – die Acht schnellsten Zeiten einer Klasse wurden für den Wettbewerb addiert und eingereicht.

Als schnellste Mannschaft der Klassenstufe 6 konnte sich die 6a des Ratsgymnasiums gegen 134 weitere Mannschaften behaupten und die beste Gesamtzeit mit 07:31,2 Min. über 2.000 Meter errudern. Bei der Klasse 6a waren dies die Zeiten von: Justus Middendorf, Mats Hegner, Joscha Albert, Niklas Teckemeyer, Henrik Balzer, Mathis Grützner, Henry Sewig und Benno Bals.

Gemeinsam mit Arthur Rautenberg (Bundesfreiwilligendienstler des Deutschen Ruderverbandes) gratulierte Lothar Wehleit am 15. Juni den Nachwuchsruderern mit Medaillen, Pokal und Sachpreisen zu Ihrer besonderen Leistung.

Auch nächstes Jahr ist das Ratsgymnasium wieder dabei, wenn es heißt: Wer ist die schnellste Klasse Deutschlands im Ergometerrudern? Veröffentlicht am 21.06.2015)

Notiz der DRJ auf Facebook

(Veröffentlicht am 21.06.2015)

Rats-Ruderer holen Landestitel in Salzgitter

Am 30. und 31. Mai wurde in Salzgitter der Niedersächsische Kinderlandesentscheid ausgefahren. In der Wettkampfklasse III der Jungen im Alter von 14 Jahren stellten sich gleich zwei Doppelvierer der Konkurrenz aus Niedersachsen:

Den ersten Vierer bildeten Niklas Teckemeyer, Sebastian Gausepohl, Tobias Blumberg und Konstantin Klar gesteuert von Leon Wehrs.

Im zweiten Boot ruderten Conrad Felsner, Oskar Friedrichs, Jannik Westermann und Samuel Reitenbach mit Steuerfrau Jacqueline Zimmer.

Der Vierer um Schlagmann Samuel Reitenbach konnte sich bei widrigen Wetterbedingungen sowohl im Rennen über 1000m, als auch über die 3000m-Distanz u.a. gegen  die starke Konkurrenz vom Carolinum aus Osnabrück und von der Bismarckschule aus Hannover durchsetzen und damit den Landessieg nach Osnabrück holen.

Zudem hat sich der Vierer damit für den Bundesentscheid vom 02. bis 05. Juli in Hürth qualifiziert.

Im Leichtgewichtseiner der 14-jährigen stellte sich Leon Wehrs der Konkurrenz und dem Wetter. Er erreichte bei seiner Premiere in dieser Bootsgattung den 2. Platz.

Das Trainerteam Jannis Andrae und Michael Blumberg zeigte sich aufgrund der Leistungen ihrer Mannschaften hoch erfreut. 

(Veröffentlicht am 31.05.2015)

Trainingsrudern am Rats

Wen die Leidenschaft für das Rudern so richtig gepackt hat, ist in der Schülerruderriege am Ratsgymnasium genau richtig. Alle Schülerinnen und Schüler, die gerne häufiger rudern möchten und Lust darauf haben, sich mit anderen Mannschaften auf Wettkämpfen zu messen, haben die Möglichkeit, mit dem sogenannten „Trainingsrudern“ zu starten.

Gemeinsam mit ihren Mannschaften trainieren die Trainingsruderer je nach Alter und Wunsch mehrmals pro Woche – im Boot, im Hantelraum oder auf dem Ergometer. Scheint es von außen oftmals so, dass es beim Rudern nur auf ausreichend Kraft und Ausdauer ankommt, lernen die Ruderinnen und Ruderer am Rats zugleich auch das Feingefühl fürs Boot und die richtige Rudertechnik, um ihr Boot schnell zu machen.

Trainiert werden die Mannschaften meistens von älteren Schülerinnen und Schülern, die Spaß daran haben, das Wissen aus ihrer eigenen Aktivenzeit eigenverantwortlich an die jüngeren weiterzugeben. Im Umgang mit ihren Trainern und ihren Teamkollegen lernen die Ruderinnen und Ruderer ganz nebenbei Verantwortung für einander zu übernehmen und bilden Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit aus.

Mühe will belohnt werden: Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein bekommen die Trainingsruderer auf den verschiedenen Regatten, wie z.B. in Bramsche oder Kassel die Möglichkeit ihr Können mit anderen Schulen zu messen und die Früchte des Trainings zu ernten. Der wohl wichtigste Wettkampf ist dabei der Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“, der jährlich in Hannover stattfindet und bei einem Sieg die Teilnahme am Bundesentscheid in Berlin möglich macht.

Auf fremden Gewässern unterwegs: Wanderrudern am Rats

Was gibt es Schöneres, als – besonders bei gutem Wetter – die Flüsse und Seen Deutschlands rudernd aus dem Boot heraus kennen zu lernen, während andere die Schulbank drücken?

Wer sich entschließt, das Rudern zu erlernen und regelmäßig in der Ruderriege mitzuarbeiten, lernt hierbei nicht nur viele Ruderbegeisterte aller Altersgruppen kennen, sondern bekommt auch die Möglichkeit, zusammen mit ihnen auf die jährlich stattfindenden Ruderwanderfahrten zu fahren. Ob Donau, Rhein, Main, Neckar, Mosel, Weser oder Lahn – den Zielen sind dabei kaum Grenzen gesteckt, so dass jeder Ruderer während seiner Schulzeit viele der großen deutschen Flüsse kennen lernen kann.

Während die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit erfahrenen und geprüften Steuerleuten, die Etappen bei „Wind und Wetter“ auf dem Wasser zurück legen und dabei eine Menge Spaß haben, sogt ein Team an Land dafür, dass die Wanderfahrt reibungslos abläuft. Für den Transport des Gepäcks von A nach B, die Unterstützung auf der Strecke und natürlich das Zubereiten einer warmen Mahlzeit am Abend durch die eigens mitgeführte Ruderküche wird liebevoll gesorgt. Das Nachtlager bestehend aus Schlafsack und Luftmatratze wird in Bootshäusern, nahe gelegenen Sporthallen oder auf Zeltplätzen aufgeschlagen.

Nur eine gute Organisation, ausreichend Flexibilität, Mitarbeit, Einsatzbereitschaft, Akzeptanz, Toleranz und klare Regeln im Umgang miteinander machen diese Großunternehmungen mit manchmal über 100 Teilnehmern möglich und Jahr für Jahr für alle zu einem besonderen Erlebnis.